Starke Pflanzen brauchen eine gute Vorbereitung
Die Anzucht beginnt oft schon lange bevor der letzte Schnee geschmolzen ist. Viele Hobbygärtner legen im Frühjahr los, wenn die Tage wieder länger werden. In kleinen Schalen oder speziellen Kästen kommen Samen in Anzuchterde. Hier können sie geschützt keimen und kleine Pflänzchen werden, bevor sie später draußen weiter wachsen. Wer sich beim Anzucht Zeit nimmt, gibt seinen Pflanzen einen ordentlichen Vorsprung. Denn kräftige junge Pflanzen setzen sich einfacher gegen Krankheiten oder Schädlinge durch und wachsen später besser im Garten oder auf dem Balkon.
Die wichtigsten Schritte bei der Anzucht
Für eine erfolgreiche Anzucht sind einige Dinge wichtig. Samen werden meist in einer speziellen Anzuchterde gesät. Diese Erde ist locker, leicht und hat wenige Nährstoffe, damit die Wurzeln sich gut entwickeln. Das Gefäß sollte sauber sein, um Pilze zu vermeiden. Die Samen kommen am besten in feuchte Erde, aber sie darf nicht zu nass sein. Oft hilft es, eine dünne Schicht Erde über die Samen zu geben. Dann braucht es etwas Geduld. Licht und Wärme sind wichtig: Viele Samen keimen bei Zimmertemperatur am besten und brauchen einen Platz am Fenster. Wer möchte, kann mit einer klaren Haube für Feuchtigkeit sorgen. So bekommen die keimenden Pflanzen viel Unterstützung.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Manchmal wachsen bei der Anzucht sehr lange und dünne Pflanzen. Das liegt an zu wenig Licht oder zu hoher Wärme. Dann strecken sie sich, um Licht zu finden, und werden schlapp. Hier hilft ein kühlerer und heller Standort. Auch zu viel Wasser kann schaden: Die Pflanzen bekommen dann wenig Luft und die Wurzeln faulen. Es ist besser, regelmäßig aber sparsam zu gießen. Viele Anfänger legen zu viele Samen in ein Gefäß. Dann wachsen die Keimlinge zu dicht und nehmen sich gegenseitig das Licht. Wenige Samen mit genug Abstand geben den besten Erfolg bei der Anzucht.
Wenn die Pflanzen bereit für das Freie sind
Nach der ersten Wachstumsphase ist die Anzucht noch nicht ganz vorbei. Die kleinen Pflanzen sind meist noch empfindlich. Bevor sie nach draußen kommen, sollten sie langsam an die frische Luft und die Sonne gewöhnt werden. Fachleute sagen dazu „abhärten“. Man stellt die Pflanzen an warmen Tagen erst ein paar Stunden nach draußen, zum Beispiel auf den Balkon, und verlängert die Zeit nach und nach. Nach einigen Tagen dürfen sie dann ganz nach draußen, wenn kein Frost mehr erwartet wird. So sind sie besser vorbereitet und wachsen kräftig weiter.
Die wichtigsten Fragen zur Anzucht
- Gibt es spezielle Erde für die anzucht? Für die anzucht gibt es praktische Anzuchterde. Sie ist feiner und hat weniger Dünger als normale Blumenerde. So können junge Wurzeln sich leichter entwickeln und wachsen besser.
- Ab wann kann man mit der anzucht beginnen? Mit der anzucht fängt man meistens schon im späten Winter oder frühen Frühjahr an. Das hängt davon ab, welche Pflanzen wachsen sollen. Auf der Samenpackung steht oft, wann der beste Zeitpunkt ist.
- Warum ist zu viel Wasser bei der anzucht schlecht? Zu viel Wasser bei der anzucht führt dazu, dass die Wurzeln wenig Sauerstoff bekommen und faulen können. Die Pflanzen wachsen dann nicht gesund. Besser ist es, die Erde nur gleichmäßig feucht zu halten.
- Müssen die jungen Pflanzen direkt in die Sonne? In der ersten Zeit nach der anzucht mögen junge Pflanzen helles Licht, aber keine direkte, starke Sonne. So verbrennen die zarten Blätter nicht. Später können sie sich langsam an mehr Sonne gewöhnen.
