Versicherung Gartenlaube: was du wirklich brauchst und worauf du achten solltest

Eine Versicherung für die Gartenlaube schützt deine Hütte im Kleingarten gegen Schäden durch Feuer, Sturm, Einbruch und Vandalismus. Schon ab etwa 6,74 Euro im Monat (oder rund 20 Cent pro Tag) gibt es einfache Tarife, die speziell auf Lauben und Gartenhäuser in Kleingärten zugeschnitten sind. Damit bist du deutlich besser abgesichert als mit einer normalen Hausratversicherung, die Gebäude außerhalb der eigenen Wohnung oft gar nicht oder nur eingeschränkt abdeckt.

Was deckt eine Versicherung für die Gartenlaube ab?

Eine Laubenversicherung deckt in der Regel zwei Bereiche: das Gebäude selbst und den Inhalt. Das Gebäude umfasst die Konstruktion der Laube, also Wände, Dach, Türen und Fenster. Der Inhalt meint alles, was sich dauerhaft oder regelmäßig in der Hütte befindet: Gartengeräte, Möbel, Grills, Werkzeug und ähnliche Gegenstände.

Typischerweise versicherte Gefahren sind:

  • Feuer und Blitzschlag
  • Sturm und Hagel
  • Einbruchdiebstahl
  • Vandalismus
  • Leitungswasserschäden (bei ausgebauten Lauben mit Wasseranschluss)

Nicht automatisch mitversichert sind Schäden durch Überschwemmung oder Hochwasser. Dafür brauchst du eine separate Elementarschadendeckung, die manche Anbieter als Zusatzbaustein anbieten.

Gartenlaube versichern: wann ist es wirklich sinnvoll?

Eine Versicherung für die Gartenlaube lohnt sich besonders, wenn deine Laube einen nennenswerten Sachwert hat. Eine einfache Holzhütte im Wert von 500 Euro braucht vielleicht keinen umfangreichen Schutz. Anders sieht es aus, wenn du in den letzten Jahren Geld in den Ausbau gesteckt hast: Isolierung, Elektrik, Wasserleitung, Terrassenmöbel und hochwertige Gartengeräte kommen schnell auf mehrere tausend Euro.

Kleingärtner in Vereinen, die dem Bundeskleingartengesetz unterliegen, haben oft eine gewisse Basisabsicherung über den Kleingärtnerverein oder den Bundesverband. Diese Sammelversicherungen sind jedoch häufig auf niedrige Entschädigungsgrenzen begrenzt und decken nicht alle Gefahren ab. Es lohnt sich, die genauen Bedingungen beim Verein nachzufragen, bevor du eine eigene Police abschließt.

Was kostet die Versicherung für eine Gartenlaube?

Die Kosten hängen vor allem vom Wert der Laube und des Inhalts ab, sowie vom gewählten Leistungsumfang. Als Orientierung: einfache Tarife beginnen bei rund 6,74 Euro pro Monat. Das entspricht unter 81 Euro im Jahr für einen Basisschutz. Tarife mit höheren Versicherungssummen oder zusätzlichen Bausteinen wie Elementarschäden können deutlich mehr kosten.

Ein kleines Rechenbeispiel: Deine Laube plus Inhalt hat einen Gesamtwert von 8.000 Euro. Ein Einbruch, bei dem Werkzeug im Wert von 1.500 Euro gestohlen wird und die Tür aufgehebelt wurde (Reparatur: 400 Euro), verursacht schnell 2.000 Euro Schaden. Bei einem Jahresbeitrag von 80 Euro ist die Versicherung nach einem einzigen Schadenfall vielfach bezahlt.

Worauf du beim Abschluss achten solltest

Niet jede Gartenlaube ist gleich, und das spiegelt sich in den Versicherungsbedingungen. Achte auf diese punkte:

  • Versicherungssumme realistisch ansetzen: Schätze den Wert von Laube und Inhalt ehrlich ein. Zu niedrige Versicherungssummen führen bei einem Totalschaden zu einer Unterversicherung, du bekommst dann weniger als den tatsächlichen Schaden ersetzt.
  • Selbstbehalt prüfen: Viele günstige Tarife haben einen Selbstbehalt, also einen Betrag, den du im Schadensfall selbst trägst. Bei 150 Euro Selbstbehalt und einem Schaden von 300 Euro bekommst du nur 150 Euro.
  • Einbruchschutz-Anforderungen:</halten: Manche Versicherer verlangen bestimmte Sicherheitsmaßnahmen (zum Beispiel ein Vorhängeschloss mit Mindestgüteklasse), damit der Einbruchschutz greift. Erfüllst du diese nicht, kann die Entschädigung gekürzt werden.
  • Dauerbewohnte Laube separat melden: Wohnst du gelegentlich oder dauerhaft in der Laube, ändert das den Risikocharakter. Informiere den Versicherer, sonst kann es bei einem Schaden Probleme geben.
  • Vereinsversicherung vorab prüfen: Frage deinen Kleingärtnerverein, welchen Schutz du bereits über die Vereinsversicherung hast. So vermeidest du doppelte Beiträge für identische Risiken.

Gartenlaube über Hausrat versichern: waarom das oft nicht reicht

Eine normale Hausratversicherung schützt deinen Hausrat am Wohnort. Dinge, die du dauerhaft in der Gartenlaube lagerst, gelten meist nicht als „transportierter Hausrat“ und sind daher nicht mitversichert. Manche Tarife schließen Gartengebäude komplett aus, andere versichern sie nur bis zu einer sehr niedrigen Obergrenze (zum Beispiel 1.000 Euro). Prüfe die Bedingungen deiner Hausratversicherung genau, und geh nicht automatisch davon aus, dass deine Laube dort mitläuft.

Eine eigenständige Laubenversicherung gibt dir den gezielten Schutz, der auf den tatsächlichen Wert deiner Gartenlaube abgestimmt ist. Vergleiche vor dem Abschluss mehrere Angebote, schaue auf Versicherungssumme, Selbstbehalt und ausgeschlossene Gefahren, und hol dir die Informationen von deinem Kleingärtnerverein. So zahlst du nur für den Schutz, den du wirklich brauchst, und stehst im Schadensfall nicht mit leeren Händen da.